
Das Verlangen des Drachen
Catie Barnett · Abgeschlossen · 199.6k Wörter
Einführung
Zariah war eine Erscheinung von Stärke und Schönheit, ihr rabenschwarzes Haar fiel wie ein Wasserfall der Dunkelheit. Mit einem Schwert, das vor Magie schimmerte, und einem Herzen, das von ihrem unermüdlichen Geist gestärkt wurde, stand sie furchtlos vor Razel, bereit, sich der uralten Bedrohung zu stellen, die über ihnen beiden schwebte.
Als sie sich gegenüberstanden, verdichtete sich die Luft vor Spannung, knisternd mit dem Versprechen des Schicksals. „Du denkst, du kannst mich einschüchtern, Drache?“ forderte Zariah heraus, ein spielerisches Funkeln in ihren smaragdgrünen Augen. „Ich habe schon Monster bekämpft, und du bist keine Ausnahme.“
„Ist das so, Kriegerprinzessin?“ Razels tiefe Stimme grollte wie Donner, ein neckisches Knurren entwich seinen Lippen. „Vielleicht möchtest du herausfinden, wie heiß meine Flammen werden können.“
Zariahs Atem stockte bei den verführerischen Tönen seiner Worte, ihr Puls raste vor Angst und Aufregung. „Ich habe keine Angst vor ein wenig Hitze,“ erwiderte sie und trat näher, ihr Körper gespannt vor Erwartung.
Kapitel 1
Donner grollte bedrohlich in der Ferne und kündigte den Anbruch eines Sturms an, wie ihn Zariah noch nie zuvor erlebt hatte. Die Kriegerprinzessin stand auf dem höchsten Turm der königlichen Zitadelle, ihre scharfen Augen durchkämmten den Horizont nach der Quelle der Unruhe. Dunkle Wolkenstränge wanden sich bedrohlich, verdeckten die Sonne und warfen einen unheimlichen Schleier über das einst lebendige Königreich.
Zariahs Finger umklammerten den Griff ihres Schwertes, das vertraute Gewicht bot ihr ein Gefühl der Sicherheit inmitten der wachsenden Unruhe. Als der Wind ihre rabenschwarzen Haare peitschte, erhaschte sie einen Blick auf eine Bewegung am Himmel, eine massive Silhouette, die durch die aufgewühlten Wolken schnitt.
"Alarmiert die Wachen!" befahl sie, ihre Stimme übertönte das Heulen des Sturms. "Bereitet euch auf den Kampf vor!"
Binnen Sekunden brach in der Zitadelle hektische Betriebsamkeit aus, Soldaten eilten zu ihren Posten, während Zivilisten Schutz suchten. Zariah blieb standhaft, ihr Blick fest auf die herannahende Bedrohung gerichtet.
Als die Kreatur näher kam, wurde ihre immense Gestalt unverkennbar – ein Leviathan-Drache, dessen Schuppen wie Obsidian glänzten, seine Flügel spannten sich über die Länge eines Häuserblocks. Seine bloße Anwesenheit schien den Sturm heraufzubeschwören, Blitze zuckten über den brodelnden Himmel.
"Unmöglich," hauchte Zariah, ihr Herz pochte in ihrer Brust. "Sie sollten doch nur Mythen sein."
Legenden erzählten von diesen kolossalen Bestien, Vorboten der Zerstörung, die ganze Königreiche mit einem einzigen Schwanzschlag dem Erdboden gleichmachen konnten. Zariah hatte solche Geschichten als Märchen abgetan, die dazu dienten, unartige Kinder zu erschrecken, doch nun starrte die Wahrheit ihr ins Gesicht, das Maul weit aufgerissen in einem ohrenbetäubenden Brüllen.
Der Leviathan entfachte einen Flammenstrom, der einen nahegelegenen Wachturm in ein Inferno verwandelte. Zariah biss die Zähne zusammen, ihr Entschluss verhärtete sich. Sie würde nicht tatenlos zusehen, wie ihr Königreich in Flammen aufging.
"Bogenschützen, zielt!" rief sie, zog ihr Schwert und hob es hoch. "Wir kämpfen!"
Ein Pfeilhagel schoss auf den Leviathan zu, doch die Drachenhaut erwies sich als undurchdringlich, die Geschosse prallten harmlos von den Schuppen ab. Unbeirrt sammelte Zariah ihre Truppen und führte den Angriff gegen das kolossale Biest an.
Während sie voranstürmte, peitschte der Leviathan mit seinem Schwanz und riss einen Teil der äußeren Mauer der Zitadelle nieder. Trümmer regneten herab, und Zariah rollte zur Seite, knapp dem Zerquetschen entgehend. Sie fand wieder festen Stand, ihr Schwert blitzte im Licht der Blitze.
"Drückt weiter!" rief sie, ihre Stimme durchdrang den Lärm der Schlacht. "Wir dürfen nicht nachgeben!"
Soldaten schwärmten um den Leviathan, ihre Waffen prallten von seiner undurchdringlichen Haut ab. Der Drache schien unbeeindruckt, seine Aufmerksamkeit war auf das Herz des Königreichs gerichtet, wo die königliche Familie residierte.
Zariahs Augen weiteten sich, als sie die Absicht des Leviathans erkannte. Ohne zu zögern rannte sie zum Palast, ihre Füße trommelten auf den regennassen Boden.
"Eure Majestäten!" rief sie, als sie durch die Türen stürmte. "Ihr müsst sofort evakuieren!"
Doch es war zu spät. Der massive Kopf des Leviathans krachte durch die Palastmauern, sein Maul weit aufgerissen. Zariah hob ihr Schwert, bereit, ihre Monarchen bis zum letzten Atemzug zu verteidigen, als ein ohrenbetäubendes Brüllen die Grundfesten des Königreichs erschütterte.
Aus den stürmischen Himmeln stieg ein weiterer Drache herab, seine Schuppen knisterten vor Elektrizität und seine Flügel entfachten orkanartige Winde. Zariahs Augen weiteten sich ungläubig, als sie die majestätische Kreatur erkannte – ein Sturmdrache, ein Wesen von immenser Macht und Wut.
Der Sturmdrache entlud einen Blitzschlag, der den Leviathan direkt in die Brust traf. Das kolossale Biest zuckte zurück, sein Brüllen hallte durch das Königreich. Zariah beobachtete ehrfürchtig, wie die beiden Titanen aufeinanderprallten, ihr Kampf formte die Landschaft neu.
Während der Leviathan seine Aufmerksamkeit auf den Sturmdrachen richtete, nutzte Zariah die Gelegenheit, um ihre Herrscher zu evakuieren. Mit dem Palast in Trümmern führte sie sie in die Sicherheit der unterirdischen Tunnel, ihr Geist raste mit den Implikationen der Existenz dieser Kreaturen.
Wenn die Legenden wahr waren und diese Drachen tatsächlich real, dann stand ihr Königreich vor einer Bedrohung, die größer war als alles, was sie je erlebt hatten. Zariah wusste in diesem Moment, dass ihr Leben nie wieder dasselbe sein würde – sie hatte das Erwachen von etwas Uraltem und Mächtigem miterlebt, und ihr Schicksal war nun untrennbar mit dem ewigen Kampf der Drachen verbunden.
Mit einem tiefen Atemzug stählte sie ihren Entschluss. Egal, was es kosten würde, sie würde ihr Volk und ihr Königreich vor dem Zorn dieser mythischen Bestien schützen. Der Sturm war erwacht, und Zariah schwor, das Auge zu sein, das seinen Zorn besänftigte.
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„Und was, wenn sie diese Art von Schutz nicht will?“
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Ich arbeite unter ihm.
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