Tätowierter Adonis - Mafia-Romanze

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nicolefox859 · Abgeschlossen · 203.7k Wörter

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Einführung

Meine BFF hat dem heißen Fremden eine Sprachnachricht geschickt …
Auf der ich sage, dass ich an ihm hochklettern will wie an einem Baum.
Und er hat. Gerade. Zurückgeschrieben.

Eigentlich ist der Hund schuld.
Wenn diese unerzogene Dogge, mit der ich Gassi gehe, auch nur einen Funken Anstand hätte, wäre ich nie hier gelandet:
Meine Leine um den hinreißendsten Mann gewickelt, den ich je gesehen habe.

Zum Glück nimmt der Typ es mit Humor.
(Obwohl sein Witz, dass „Hunde nach ihren Besitzern kommen“, der Wahrheit ein bisschen zu nahe kommt, als Rufus anfängt, sein Bein zu rammeln.)
Er verabschiedet sich mit seiner Visitenkarte und einem Lächeln, das meine Knie weich werden lässt.

Ich muss mich immer noch kneifen, als meine beste Freundin und ich unseren Spaziergang fortsetzen.
„Mir deucht, du hast dich ein bisschen in ihn verknallt“, wirft sie mir vor.
Ohne nachzudenken und von dem ganzen Erlebnis noch etwas durch den Wind, erwidere ich: „Ich würde meine Beine enger um seine Hüften schlingen als diese Leine.“

DAS ist der Moment, in dem sie mir offenbart, dass sie meine Antwort aufgenommen hat.
DAS ist der Moment, in dem sie mir das teuflischste Grinsen schenkt, das ich je gesehen habe, und sagt: „Gern geschehen.“
Und DAS ist der Moment, in dem sie mir mein Handy reicht und enthüllt …

Sie hat ihm die Aufnahme geschickt.

Mein Herz schlägt mir bis zum Hals, als diese drei kleinen Punkte auftauchen …
Dann eine Nachricht.
„BEWEIS ES.“

Kapitel 1

INKED ADONIS

LITVINOV BRATVA BUCH 1

Meine BFF hat dem heißen Fremden eine Sprachnachricht geschickt …

In der ich sage, dass ich an ihm hochklettern will wie an einem Baum.

Und er hat. Gerade. Zurückgeschrieben.

Eigentlich ist der Hund schuld.

Wenn diese unerzogene Deutsche Dogge, mit der ich Gassi gehe, auch nur den Hauch von Manieren hätte, wäre ich nie hier gelandet:

Mit meiner Leine um den hinreißendsten Mann gewickelt, den ich je gesehen habe.

Zum Glück nimmt der Typ es mit Humor.

(Obwohl sein Witz, dass „Hunde nach ihren Besitzern kommen“, ein bisschen zu sehr ins Schwarze trifft, als Rufus anfängt, sein Bein zu rammeln.)

Er hinterlässt mir seine Visitenkarte und ein Lächeln, das meine Knie weich werden lässt.

Ich kneife mich immer noch, als meine beste Freundin und ich unseren Spaziergang fortsetzen.

„Mir deucht, du hast dich ein bisschen in ihn verknallt“, wirft sie mir vor.

Ohne nachzudenken und noch etwas durcheinander von dem ganzen Erlebnis, antworte ich: „Ich würde meine Beine enger um seine Hüften schlingen als diese Leine.“

GENAU DANN verrät sie mir, dass sie meine Antwort aufgenommen hat.

GENAU DANN schenkt sie mir das teuflischste Grinsen, das ich je gesehen habe, und sagt: „Gern geschehen.“

Und GENAU DANN reicht sie mir mein Handy und enthüllt …

Sie hat ihm die Aufnahme geschickt.

Mir schlägt das Herz bis zum Hals, als diese drei kleinen Punkte erscheinen …

Dann eine Nachricht.

„BEWEIS ES.“

Inked Adonis ist Buch 1 des Litvinov-Bratva-Duetts. Die Geschichte findet in Buch 2, Inked Athena, ihren Abschluss.

1

NOVA

Das ist keine Übung.

Ich wiederhole: Das ist keine Übung.

Mein Hund rammelt das Bein des heißesten Mannes, den ich je gesehen habe.

Genau genommen ist er nicht mein Hund – er ist der neueste Kunde auf meiner Gassi-Geh-Liste. Aber im Grunde genommen liegt er für die Dauer unserer Runde durch den Lincoln Park in meiner Verantwortung. Angesichts der zielstrebigen Konzentration, mit der Rufus gerade das Bein dieses armen Mannes in Grund und Boden rammelt, dürfte dieser kleine Boxenstopp den Spaziergang nur um ein paar Minuten verlängern.

Rufus hat heute noch auf keinen einzigen meiner Befehle gehört – er war zu sehr damit beschäftigt, Eichhörnchen hinterherzujagen und mich mit seinem Baseballschläger von einem Schwanz fast umzuhauen –, also ist diese Zurschaustellung von ununterbrochener Konzentration ehrlich gesagt irgendwie bewundernswert.

Und ich?

Gewiefte Jungunternehmerin, die ich bin – was unternehme ich dagegen?

Rein gar nichts.

Ich bin wie angewurzelt und sehe mit Entsetzen zu, wie Rufus sich über einen Anzug hermacht, der aussieht, als hätte er mehr gekostet als meine gesamten Studiengebühren.

Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich gleichzeitig versuche, die drei anderen Kunden festzuhalten, die ein besseres Verständnis von Einvernehmlichkeit haben oder sich schlechter von ihren Leinen losreißen können – oder beides. Patsy, Snide und Blue wuseln um meine Beine herum, völlig aufgedreht vom Ausbruch ihres neuesten Kameraden.

Weshalb ich mich an meine beste Freundin und Geschäftspartnerin wende, in der Hoffnung, dass ihre anpackende Art meinen sensationellen Mangel an Alpha-Weibchen-Energie in dieser Situation ausgleichen wird.

„Hope?“, quieke ich.

Aber Hope steht abseits der Gruppe bellender Hunde und gafft mit offener Bewunderung auf die albtraumhafte Szene, die sich vor uns abspielt.

„Heilige Scheiße – er ist hinreißend!“

Nicht gerade die lösungsorientierte Komplizin, auf die ich gehofft hatte.

Aber ich verstehe sie. Das hier ist überwältigend. Nicht nur Rufus’ geile kleine Nummer, sondern auch das Opfer.

Man kann über Rufus sagen, was man will, aber der Hund hat einen ausgezeichneten Geschmack. Der Mann, den er da gerade belästigt, ist breitschultrig und dunkelhaarig, mit sinnlichen, silbernen Augen und einer Kieferpartie, auf die Michelangelo neidisch wäre. Er trägt seinen dunkelblauen Anzug so, wie jeder Mann es gerne würde, aber nur die wenigsten es tatsächlich können.

Obwohl ich verständlicherweise ziemlich durch den Wind bin, kreist in meinem Kopf immer wieder nur ein einziger Gedanke: Ich kann es dem Hund nicht verübeln.

Verdammt, irgendwie wünschte ich, ich wäre gerade an Rufus’ Stelle.

„Was tun wir jetzt?“, zische ich.

Hope reißt sich aus ihrer Starre und zischt zurück: „Kümmer dich darum!“

Mein erster Impuls ist es zu sagen, ich kann nicht, und mit den Hunden, die nicht gerade einen Fremden rammeln, aus dem Park zu fliehen. Aber Hope ist in diesem Fall mehr als nur meine beste Freundin; sie ist auch meine neue Geschäftspartnerin. Wenn ich will, dass sie ihre Agentur für persönliche Assistenz mit meinem frisch gegründeten Gassi-Service fusioniert, muss ich ihr beweisen, dass man sich auf mich verlassen kann.

Also drücke ich Hope die drei restlichen Leinen in die Hand und stolpere nach vorn, fest entschlossen so zu tun, als hätte ich auch nur den Hauch einer Ahnung, wie ich einen notgeilen Rufus wieder unter Kontrolle bringen soll.

Doch Rufus’ Opfer beschließt genau in diesem Moment, aufzustehen.

Heilige Scheiße.

Der Mann war schon im Sitzen imposant, aber es gibt groß, und dann gibt es groß. Er überragt mich und Rufus – und wirkt dabei selbst wie eine waschechte Deutsche Dogge.

„Sie scheinen die Kontrolle über Ihren Hund verloren zu haben.“

Ich meide seine atemberaubenden silbernen Augen und richte meine Aufmerksamkeit stattdessen auf den Vierbeiner. „Rufus!“ Meine Stimme soll gebieterisch klingen, landet aber irgendwo zwischen Quietschespielzeug und Panikattacke. „Hör sofort damit auf.“

Rufus muss auf Voyeurismus stehen, denn er rammelt den Mann nur noch wilder.

Ich riskiere einen flüchtigen Blick auf die menschliche Deutsche Dogge, um zu sehen, ob er von meiner mangelnden Kontrolle genauso wenig beeindruckt ist wie ich.

Spoiler: Er ist tatsächlich überhaupt nicht beeindruckt.

Sein Gesicht könnte ebenso gut aus Marmor gemeißelt sein – die Augenbrauen hochgezogen, die Kiefermuskeln hart angespannt. Kalt, wunderschön und absolut unbeeindruckt. Ich studiere seine markanten Züge – rein aus wissenschaftlichem Interesse natürlich – und versuche herauszufinden, ob er das Ganze amüsant findet oder ob er in Gedanken bereits die Klageschrift formuliert, die Hope’s Helpers in den Ruin treiben wird.

Dann schnippt der Mann mit den Fingern.

„Rufus“, knurrt er, seine Stimme ein dunkles Versprechen, das meine Oberschenkel sich anspannen lässt. „Sitz.“

Rufus erstarrt mitten im Rammeln. Seine herzzerreißend treuen Augen richten sich auf sein menschliches Gegenüber. Mit einem leisen, entschuldigenden Winseln löst er sich vom Bein des Mannes und parkt seinen beachtlichen Hintern auf dem Boden.

Fassungslos starre ich den Hund an.

Er hat gehorcht.

Er hat tatsächlich gehorcht.

Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich so schockiert bin. Wenn dieser Mann mir einen Befehl erteilen würde, würde ich ebenfalls gehorchen. Sitz. Platz. Gib Laut. Ausziehen.

Ich würde meinen Hintern überall dort parken, wo er es mir befiehlt.

Rufus winselt, vermutlich beleidigt darüber, dass die Aufmerksamkeit des Mannes nun auf mir liegt.

Diese feurigen silbernen Augen sind wirklich der Wahnsinn. Sie machen es einem verdammt schwer, sich zu konzentrieren. Was wollte ich hier noch gleich?

Ach, richtig.

Inbrünstiges Flehen um Vergebung.

„Es tut mir so, so, so unendlich leid. Das ist mir furchtbar peinlich. Es ist mein erster Tag, an dem ich mit ihm Gassi gehe, und ich …“ Ich begehe den Fehler, ihm in die Augen zu schauen.

Heiliger Strohsack. Der Mann ist buchstäblich zwei Köpfe größer als ich. Ich bräuchte eine Trittleiter, nur um an seine Lippen heranzukommen. Obwohl mir völlig schleierhaft ist, warum ich überhaupt an seine Lippen herankommen wollen sollte.

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